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Zukunftswerkstatt erfolgreich :

Lokalpolitik


Ideensammlung an den Themenwänden

Dachau – Zur “Zukunftswerkstatt” hat der SPD-Landtagsabgeordnete Martin Güll, der seit rund einem Jahr auch die SPD im Landkreis Dachau als Vorsitzender führt, interessierte Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Wochenende ins Dachauer Ludwig-Thoma-Haus geladen. Rund 60 Gäste – Mitglieder der SPD, aber auch parteilich nicht gebundene Bürgerinnen und Bürger – folgten seiner Einladung und diskutierten über die Zukunft der Schule, über Wirtschafts- und Sozialpolitik im Landkreis, über die Situation der Jugend und der Senioren sowie der Familien in unseren Gemeinden. Einen breiten Raum nahm auch das Thema Klimaschutz/Umwelt und Energie sowie Bildung ein. „Ziel war, die eigenen SPD-Mitglieder, aber auch Bürgerinnen und Bürger und Vertreter verschiedener Organisationen am künftigen politischen Diskussionsprozess zu beteiligen“, erläuterte Martin Güll den Grund der Veranstaltung. Ziel sei aber auch gewesen, so Güll, die Ergebnisse für die konkrete politische Arbeit im Landkreis zu verwenden, sie aber gleichzeitig auch in Form von Anträgen in die übergeordneten Parteigremien einzuspeisen.

Nach sechs Stunden Ideensammeln und Diskussion formulierten die Teilnehmer der verschiedenen Arbeitsgruppen für alle Themenfelder konkrete Projekte, die in den kommenden Monaten weiter bearbeitet werden. So wollen sich die Jusos unter Leitung von Anja Güll und Thomas Grauvogl verstärkt für Aufklärung und Prävention gegen den um sich greifenden Rechtsradikalismus stark machen und planen ein überparteiliches Jugendkonzert. Im Bereich der Seniorenpolitik geht es den Workshopteilnehmern künftig vor allem auch um die Einbindung der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in Arbeit und Gesellschaft. Diskutiert wurden etwa Möglichkeiten, wie das Wissen und die Erfahrung der Senioren besser in den Betrieben, aber auch in Schulen und Jugendeinrichtungen genutzt werden können. In der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Soziales wurden Modelle der Selbstvermarktung für Landwirte und genossenschaftliche Organisationen für Verbraucher und Konsumenten besprochen, aber auch Förderungsmöglichkeiten für besonders ökologisch und sozial engagierte Unternehmen im Landkreis. Landkreisweit will die SPD künftig im Gespräch mit unabhängigen Experten eine einheitliche ortsübergreifende Strategie zu den Möglichkeiten der Geothermie entwickeln. Die Projektgruppe Energie hat sich ebenfalls ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2050 soll im Landkreis Dachau der gesamte Energiebedarf durch erneuerbare Energien gedeckt sein. Die notwendige Reduzierung des Verbrauchs soll durch gezielte Energieberatung begleitet werden. In der Bildung, eigentlich ein klassisches Landesthema, will man sich konkret im Rahmen einer regionalen Schulentwicklung mit der Weiterentwicklung von Schulmodellen befassen und die dazu notwendige Diskussion anstoßen und in die Landespolitik einspeisen.
Die SPD Zukunftswerkstatt wird fortgeführt: als Gespräch zwischen SPD und Bürgern
Einig waren sich alle Teilnehmer am späten Nachmittag in der Absicht, die in der Zukunftswerkstatt aufgegriffenen Themen weiter zu behandeln und in konkrete Maßnahmen und Aktionen der Landkreis-SPD zu überführen. „Ein schönes Politikmodell, in dem die Partei nicht mehr hinter verschlossenen Türen Programme formuliert und Parteitagsanträge schreibt, sondern direkt im Gespräch mit dem Bürger Themen aufgreift, entwickelt und gemeinsam mit interessierten Bürgern umsetzt“, fasste Michael Kausch aus Haimhausen seine Eindrücke von der „Zukunftswerkstatt“ zusammen. Jedenfalls hatten nach sechs intensiven Stunden alle Teilnehmer das Gefühl, dass man gemeinsam etwas bewegen kann: erst die alte Tante SPD, dann Politik und Gesellschaft im Landkreis.

 

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